Weit mehr als ein lokaler Geheimtipp

Eugster CarCenter in Thal SG

Weit mehr als ein lokaler Geheimtipp

5. Juni 2024 agvs-upsa.ch – Innert weniger Jahre hat sich das Eugster CarCenter in der Region St. Gallen, Rheintal und Heiden als Ansprechpartner für alle Arbeiten rund ums Auto und um Grossfahrzeuge einen Namen gemacht. «Wir haben uns zu einem Mobilitätsdienstleister entwickelt», sagt Geschäftsführer Fabian Eugster. Wenn das AGVS-Mitglied zum Tag der offenen Tür lädt, damit man seinen modernen Neubau in Thal SG besichtigen kann, kommen die Besucher in Scharen. Mike Gadient

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Teamwork wird grossgeschrieben: Die Mitarbeitenden sind für das Eugster CarCenter die entscheidende Stärke im Wettbewerb. Fotos: Eugster CarCenter

Monatelang malte sich Fabian Eugster, der Inhaber und Geschäftsführer des Eugster CarCenters, im Kopf aus, wie er den Neubau einem breiten Publikum präsentieren will. Vor Ostern war es dann so weit, und seine Erwartungen wurden übertroffen. Die treue Kundschaft und Interessierte aus der Region schauten sich vor Ort um, wie Lackspezialisten, Carrossiers und Fahrzeugmechaniker auf drei Stockwerken verteilt unter einem Dach zusammenarbeiten. 

Auf ihrem Rundgang durften die Besuchenden selbst ausbeulen, Scheiben reparieren und Reifen wechseln. Für grosse Augen sorgte der Hagelscanner, weil der automatisierte Zählvorgang und die Menge der Beulen jeweils alle überraschten. «Wir wollten einen Rundgang durch unseren Betrieb ermöglichen, auf dem unser Angebot und alle Kompetenzen unserer Mitarbeitenden sichtbar werden», erklärt Fabian Eugster. Ein Wettbewerb mit Fragen an acht Posten animierte dazu, sich mit allen Dienstleistungen des AGVS- und Carrosserie-Suisse-Mitglieds zu befassen. «Die Rückmeldungen waren durchs Band positiv. Viele kamen, weil sie neugierig waren und unser neues Gebäude kennenlernen wollten. Die meisten waren sehr überrascht, welch umfangreiches Dienstleistungsangebot wir hier haben», freut sich Eugster.

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Auf dem Arena-Areal in Thal SG hat das Eugster CarCenter sein neues Zuhause bezogen.

«Wenn wir etwas machen, dann richtig»
Diese Neugierde im Umfeld wurde mit dem Verlauf der Bauzeit immer stärker. Im Januar 2022 begann der Bau an prominenter Lage im ehemaligen «Arena-Areal» in Thal, wo früher in einer Disco mächtig abgetanzt wurde. Im März 2023 erfolgte der Umzug in die Garage der Zukunft. Dass die breite Bevölkerung erst ein Jahr später eingeladen wurde, spricht für die Werte, die im Eugster CarCenter gelebt werden. Fabian Eugster erklärt: «Wir wollten uns mehr Zeit geben, damit wir die offenen Baustellen abarbeiten und die Prozesse sowie Abläufe einspielen können.» Denn: «Wenn wir etwas machen, dann richtig.» Es war bereits der zweite Umzug des noch jungen Unternehmens. Nach dem Start 2010 zog man 2015 bereits in eine grössere Halle vis-à-vis dem heutigen Standort. Die dortigen Platzverhältnisse wurden aber rasch wieder zu klein, weil die Dienstleistungen für die Kundschaft immer umfangreicher wurden: Werkstattservice, Lackierarbeiten, Räderlagerung, Fahrzeugbeschriftung und Fahrzeugeinrichtungen etc… Zudem hat sich das Eugster CarCenter einen guten Ruf bei Hagelreparaturen respektive durch die angewendete Drücktechnik erarbeitet. 

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Die Attraktion am Tag der offenen Tür schlechthin: Die Besucher konnten die von der André Koch AG/Axalta ausgeliehene Virtual-Reality-Brille aufsetzen und eine Autotür lackieren.

Fachwissen am liebsten inhouse
Wichtig ist dem Inhaber, dass das Fachwissen mitsamt der Dienstleistung – wo möglich – im Unternehmen selbst vorzufinden ist. Er sagt: «Wir sind nicht nur eine Garage, wir sind ein Mobilitätsdienstleister. Ich will möglichst alle Dienstleistungen rund ums Auto inhouse auf hohem Niveau anbieten können.» Als Reparaturbetrieb müsse sein Team alles beherrschen, was für die Instandhaltung dazu gehört – von mechanischen Reparaturen bis hin zu Carrosseriearbeiten. 

Auch die Nachhaltigkeit werde grossgeschrieben, weshalb immer repariert statt ersetzt wird. Fabian Eugster erklärt: «Speziell bei Glasschäden haben wir eine sehr hohe Reparaturquote. Auch haben wir unsere Lackierprozesse so angepasst, dass wir komplett auf die forcierte Trocknung verzichten können.» Die Lackierkabinen werden mit Warmwasser, das via Wärmepumpen oder Fernwärme erzeugt wird, auf eine Raumtemperatur von 23 Grad erwärmt. Auch das Wasser der Waschanlage wird biologisch aufbereitet und im Kreislauf mehrfach eingesetzt. 

Keine One-Man-Show
Heute zählt das Eugster CarCenter 26 Angestellte, inklusive Lernende. Die Mitarbeitenden werden als entscheidende Stärke im Wettbewerb betrachtet. So steht es im Leitbild, so wird es gelebt. Ein erstes wichtiges Indiz dafür ist der offene Empfangsbereich. Die Kundschaft kann mit ihren Ansprechpartnern sogleich Blickkontakt aufnehmen und erhascht durch die breite Fensterfront einen Augenschein in die aufgeräumte Werkstatt. 

Über die Wichtigkeit seines Teams sagt Fabian Eugster: «Ich bin keine One-Man-Show. Alleine könnte ich unsere Ziele nicht erreichen. Ich bin sehr stolz, dass ich mittlerweile ein super Team um mich herum habe.»

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Die zahlreichen Besucherinnen und Besucher am Tag der offenen Tür wurden in der Werkstatt verpflegt.

Er pflegt einen kollegialen Führungsstil, welcher Eigenverantwortung und unternehmerisches Denken von seinen Mitarbeitenden verlangt. Zudem hat Eugster aber sehr klare Qualitätsvorstellungen, nach welchen die Mitarbeitenden arbeiten. Motivierend wirkt auf das Personal einerseits die zur Verfügung gestellte Infrastruktur im Neubau mitsamt den Werkzeugen. «Wir investieren sehr viel in neue Werkzeuge und haben deshalb praktisch alles, was es benötigt, um die modernen Fahrzeuge zu reparieren. Falls mal etwas fehlt, wird es möglichst schnell angeschafft, damit wir für weitere Reparaturen gerüstet sind», sagt das AGVS-Mitglied. 

Andererseits werden die Mitarbeitenden animiert, sich ständig weiterzubilden. Entweder werden sie finanziell oder zeitlich unterstützt. Fabian Eugster bildete sich selbst zum Carrosseriespengler mit eidgenössischem Fachausweis weiter und sagt: «Der aktuell rasant wachsende technische Fortschritt stellt die Mitarbeiter unter grossen Druck. Daher ist die ständige Weiterbildung wichtiger denn je. Jeder Kurs liefert eine neue Sichtweise.» 

Transparent, fleissig und innovativ
Fabian Eugster weiss, dass in den einzelnen Abteilungen nicht immer alles perfekt laufen kann. «Der Aufbau eines solchen Unternehmens ist ein ständiger Lern- und Verbesserungsprozess», sagt er. Wertvoll sei es, zu den Partnern, Kunden und Versicherungen einen sehr offenen Kontakt zu pflegen. «Dazu sind wir sehr bestrebt, immer einen möglichst sinnvollen und kostengünstigen Reparaturweg zu finden», so Eugster. Diese Transparenz stärke das gegenseitige Vertrauen und führe zu langjährigen Partnerschaften. 

Wenn sich die Anforderungen in den kommenden Jahren weiter verändern, wird das Eugster CarCenter mit seiner Infrastruktur und dem zukunftsorientierten Mindset bereit sein. Fabian Eugster betrachtet es als Vorteil, nicht miterlebt zu haben, welch lukrative Zeiten die Werkstätten in den Achtziger- und Neunzigerjahren erlebten. «Damals verdiente man mit einfachen Mitteln sein Geld. Ich kenne es nur so, dass du sehr fleissig und innovativ sein musst», sagt er. Nur wenn die Arbeitsprozesse aufs Optimum ausgelegt werden, resultiert ein Gewinn.
 
Die rasante Entwicklung des Eugster CarCenter im Zeitraffer
14 Jahre jung ist das Eugster CarCenter mit Standort eingangs des St. Galler Rheintals. Dass harte Arbeit gepaart mit Qualität zum Erfolg führt, erkannte Fabian Eugster früh. Der gelernte Carrosserie-Spengler und Autolackierer wechselte nach seiner Lehre in einen kleinen Garagenbetrieb mit einer eigenen Carrosserie und Lackiererei. Dort arbeitete er selbstständig als Profitcenter und konnte sich so nicht nur sehr viel Know-how aneignen, sondern auch einen Kundenstamm aufbauen.

Die Betriebsübernahme scheiterte dann jedoch, worauf er 2010 den endgültigen Schritt in die Selbstständigkeit wagte. Es erfolgte der Start als Carrosseriespenglerei. Die Lackierarbeiten wurden damals noch extern vergeben. Das änderte sich 2015 als der Umzug in eine grössere Halle vis-à-vis dem heutigen Neubau anstand. Das Angebot weitete sich auf eine Lackiererei für Personenwagen und LKW sowie 

eine Autowerkstatt aus (mit Reifenhandel, Reifenhotel etc.). Fabian Eugster stellte damals mit einem Mechaniker, einem Lackierer und einem Spengler drei neue Mitarbeitende ein. In den fünf Jahren davor erledigte er die Aufträge mehrheitlich in Eigenregie.

2016 kamen mit dem Fahrzeughandel und den Fahrzeugbeschriftungen neue Geschäftsfelder dazu. Das Personal wurde auf zehn Mitarbeitende aufgestockt. Vor vier Jahren entwickelte sich das Angebot erneut weiter um die Bott-Fahrzeugeinrichtungen und die Felgenreparaturen mit der CNC-Maschine.

Im Jahr 2019 begann Fabian Eugster mit der Planung des Neubaus, weil die Platzverhältnisse knapper wurden. Im März 2023 konnte der moderne Neubau inklusive einem Reifenhotel für 2800 Räder bezogen werden. Das Eröffnungsfest Ende März 2024 konnte mit 26 Mitarbeitenden gefeiert werden.
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