Panaschieren, Kumulieren, Streichen

Panaschieren, Kumulieren, Streichen

Um zu vermeiden, die Stimme einem wenig autofreundlichen Kandidaten der ansonsten bevorzugten Partei zu geben und/oder um einem Kandidaten einer anderen Partei auf die bevorzugte Liste zu nehmen, besteht die Möglichkeit, die Parteilisten zu bearbeiten. Hierbei gilt es einiges zu beachten:

Partei- und Kandidatenstimmen:
Nach der Wahl wird beim Auszählen ermittelt, welche Partei wie viele Sitze erhält (gemäss Parteistimmen) und danach, wer für die jeweilige Partei im Nationalrat Einsitz nimmt (gemäss Kandidatenstimmen). Jeder Stimmbürger kann so viele Stimmen verteilen, wie Sitze im Kanton zu vergeben sind. Zürich bekommt 35 Nationalräte. Das heisst: jede Parteiliste hat ein "Gewicht" von 35 Parteistimmen und so vielen Kandidatenstimmen, wie auf der Liste stehen (maximal 35 Kandidatenstimmen).

Einwurf unveränderte Liste:
Erhält eine Partei erfahrungsgemäss beispielsweise etwa 5 Sitze zugeteilt, haben die vor- deren 5 Listenplätze sehr gute Wahlchancen. Die hinteren Listenplätze nur geringe. Will man beispielsweise Per- sonen auf vorderen Listenplätzen die Stimme verweigern oder Personen auf hinteren Listenplätzen bevorzugt behandeln, empfiehlt sich der unveränderte Einwurf der Liste nicht.

Streichen:
Will man einen Kandidaten der ansonsten bevorzugten Partei nicht unterstützen, kann man ihn von der Liste streichen. Die Partei erhält die volle Parteistimmenzahl, der betroffene Kandidat aber keine Kandidatenstimmen. Man kann auch mehrere Kandidaten streichen.

Kumulieren:
Gefällt einem ein Kandidat der bevorzugten Partei besonders gut, kann man ihn ein zweites Mal auf die Parteiliste schreiben. Der Kandidat erhält zwei Kandidatenstimmen. Die Parteistimmen bleiben gleich. Wenn die Liste voll ist, muss zuerst ein Name gestrichen werden, damit die Liste nicht mehr Namen aufweist, als Sitze zu vergeben sind. Man kann auch mehrere Kandidaten kumulieren.

Panaschieren:
Gefällt einem ein Kandidat einer anderen Partei besonders gut, kann man ihn auf die Liste der bevorzugten Partei schreiben. Auch hier gilt, wenn die Liste voll ist, muss zuerst ein Name gestrichen werden, damit die Liste nicht mehr Namen aufweist, als Sitze zu vergeben sind. Die Partei erhält eine Stimme weniger, welche jener Partei des aufgeschriebenen Kandidaten zugute kommt. Man kann auch mehrere Kandidaten kumulieren.
Kombinierte Möglichkeiten: Auf dem Wahlzettel darf von sämtlichen Abänderungsmöglichkeiten gleichzeitig und mehrfach Gebrauch gemacht werden. Man kann also Namen streichen und/oder kumulieren und/oder panaschieren.

Leere Liste:
Man kann die Kandidaten in eine Leere Liste schreiben und entscheiden, ob eine Parteibezeichnung auf die Liste setzt oder nicht.


 

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