Generalversammlung AGVS Sektion Zürich: Wahlen, Reparaturbestätigungsverfahren und Wetterfrosch Bucheli

Einmal mehr überzeugte die Generalversammlung des AGVS Sektion Zürich mit einem Mix aus Geschäft und Unterhaltung. Christoph Frei und Kurt Giger wurden neu in den Vorstand gewählt, Präsident Christian Müller konnte den Durchbruch im Projekt Reparaturbestätigungsverfahren verkünden und Thomas Bucheli begeisterte mit seinem Referat.
 
Erstmals fand die Generalversammlung des AGVS Sektion Zürich im altehrwürdigen Albisgütli statt. Der Vorstand der Sektion hatte den zentralen Standort gewählt, um dank der für die meisten Teilnehmer optimalen Anfahrtswege das Programm gegenüber den Vorjahren etwas vorzuverlegen. So konnte etwa eine Stunde früher als üblich zum Nachtessen geschritten werden. Die neue Lokalität kam bei den Mitgliedern gut an, was sich auch in der ansprechenden Beteiligung niederschlug. Insgesamt verfolgten rund 150 Personen die Versammlung.
 
Präsident Christian Müller eröffnete die Generalversammlung mit einer Begrüssungsansprache, die alle für den Verband wesentlichen Punkte abhandelte. Er stellte seine Rede unter den Titel „Vertrauenssache“ und traf damit den Kern aller Geschäftsbeziehungen. Der Begriff wurde von den weiteren Referenten aufgenommen und zog sich bis zum Vortrag von Wetterfrosch Bucheli durch, welcher mit seinen Vorhersagen ebenfalls viel Vertrauen geniesse. Müller machte klar, dass Vertrauen überall im Gewerbe gefragt sei. Es beginne beim Vertrauen in die Mitarbeiter und Produkte, setze sich in der Geschäftsführung fort und reiche bis zu den Lieferanten. Das Vertrauen der Kunden in die Werkstätten werde durch Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter gestärkt. Genau dort biete der AGVS ein umfassendes Angebot. Die Sektion Zürich habe sich an der Berufsmesse engagiert, Berufsmeisterschaften durchgeführt und dafür stark gemacht, bei der vom Berufsbildungsamt angestossenen Neuorganisation der Kompetenzzentren die drei bestehenden Standorte beizubehalten. Auch habe er sich in der Berufsbildungskonferenz zum Thema Berufsbildung 2030 eingebracht. Die grosse Herausforderung dabei werde sein, innovative Bildungsformen aufzubauen und gleichzeitig Bewährtes zu erhalten. Der Präsident fuhr fort, bei allen Themen darauf vertrauen zu müssen, dass die Bildungsinstitutionen, die Politik und die Arbeitgeberorganisationen gut zusammenarbeiten. Müller schloss mit dem Aufruf, politisches Engagement zu zeigen. Er verwies auch auf seine Kandidatur für die Nationalratswahlen und bat um Unterstützung der bürgerlichen Kräfte.
 
Müller bat AGVS Zentralpräsident Urs Wernli und anschliessend den Geschäftsleiter des Kantonalen Gewerbeverbands KGV Thomas Hess ans Rednerpult. Wernli gratulierte Müller zur Wahl in den Kantonsrat und sprach über die Berufsbildung und die politischen Rahmenbedingungen, mithin über die beiden Eckpfeiler der Verbandsarbeit. Thomas Hess rief dazu auf, die grüne Welle der kantonalen Wahlen von Zürich, Basel und Luzern ernst zu nehmen und Engagement bei den Nationalratswahlen im Oktober zu zeigen.
 
Der statutarische Teil der Generalversammlung wurde zügig abgehandelt. Rechnung, Geschäftsbericht und Budget gaben keinen Anlass zur Diskussion und wurden einstimmig abgenommen.
 
Turnus gemäss wurden Wahlen für die Amtsperiode 2019-2022 durchgeführt. Ausser Markus Hesse, der aufgrund seines Standortwechsels nach Luzern nicht mehr für den Vorstand zur Verfügung stand und dessen Leistungen der Präsident herzlich verdankte, stellten sich alle Vorstandsmitglieder der Wiederwahl. Mit Christoph Frei, Emil Frey AG Schlieren und Kurt Giger, Ernst Ruckstuhl AG, Kloten, wurden ferner zwei neue Kandidaten vorgeschlagen, wodurch der Vorstand wieder zu gleicher Stärke wie vor dem letztjährigen Abgang von Markus Hutter gelangen sollte. Präsident, Vorstand und die Neumitglieder wurden einstimmig gewählt.
 
Unter Varia kam Präsident Müller auf das Reparaturbestätigungsverfahren RBV zu sprechen, dank welchem Garagen dem Strassenverkehrsamt die Behebung von bei der Fahrzeugprüfung festgestellten Mängeln bestätigen können und somit eine weitere Fahrt zu den Prüfstellen vermieden werden kann. Die in vorbildlicher Zusammenarbeit mit dem Strassenverkehrsamt zustandegekommene Vereinbarung habe am 28. Februar 2019 mit Regierungsrat Mario Fehr unterzeichnet werden können. Mit der Einführung könne Anfang 2020 gerechnet werden. Der ans Rednerpult gebetene Geschäftsleiter des Strassenverkehrsamts Peter Kyburz sprach seine Freude darüber aus, dass mit dem RBV sowohl für Garagisten, für Automobilisten und für das Strassenverkehrsamt vieles erleichtert werde. Nun gelte es, den hohen Qualitätsansprüchen Gerecht zu werden.
 
Ein besonderes Highlight war das Referat des SRF Meteorologen Thomas Bucheli, der es verstand, das Publikum auf unterhaltsame Weise in die Geheimisse der Wettervorhersagen einzuweihen.




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